Denkzettel

Nascher Mittwoch?

 

Die närrischen Tage sind vorbei, aber offensichtlich nicht bei der SPD. Da stolpert der eifrige MZ-Leser doch tatsächlich über die Ankündigung einer „Nach-Aschermittwoch“ –Veranstaltung der Genossen  - eine skurille Wortschöpfung, die inhaltlich hält, was der Titel verspricht. Statt einer „klaren Ansage“ gibt’s nur Selbstbeweihräucherung und Schulterklopfen. Dabei schaut die Leistungsbilanz ein Jahr vor der nächsten Kommunalwahl eher trist aus. Das Zusammenwachsen des Städtedreieck ist für die führenden Herren der Sozialdemokratie ein Fremdwort, wie die völlige Missachtung der ISEK-Planung oder das Thema Schulstandort zeigt. Egal ob bei Bus, Bahn oder Individualverkehr. Das Städtedreieeck hat den Anschluß nach Regensburg  genauso verpasst wie die interne Vernetzung mit einer leistungstungsfähigen koordinierten Infrastruktur. Neben dem aktuellen Streit um den Schulstandort läßt sich am Beispiel Umgehungsstrasse das Trauerspiel deutlich nachvollziehen.

 

In einer Landkreisbroschüre vom 22.12.1971(!), Seite 53 steht dieses Verkehrsprojekt an erster Stelle vorrangiger Strassenbaumassnahmen.Unter unumschränkter SPD- Herrschaft passierte 30 Jahre lang totzdem nichts. Realisiert wurde in 50(!) Jahren lediglich das Teilstück für Burglengenfeld unter Bürgermeister Stefan Bawidamann auf massiven Druck des BFB. In Teublitz gibt es einen „Wurmfortsatz“. Die SPD dort beschäftigt sich  trotz des herrschenden Verkehrschaos mit „wichtigeren“Themen wie dem Bürgerhaushalt. In Maxhütte-Haidhof  macht sich der Lokalmatador Horst Viertlmeister lediglich lustig darüber, dass die ISEK-Pläne nicht umgesetzt werden. Da wuchert wild, was eigentlich im Städtedreieck zusammenwachsen sollte. In Burglengenfeld gestaltet sich der Blick für die Genossen über die eigene Kirchturmspitze hinaus ebenfalls unmöglich, fällt der Blick auf die brüske Ablehnung, über einen neuen Schulstandort im Herz des Städtedreieecks am Augustenhof überhaupt nur nachzudenken. Für diese Schule haben Sebastian Bösl und Peter Wein kein Geld übrig, aber für den Erwerb des VAZ einer weiteren kostpieligen Spasseinrichtung ala Heinz Karg, was die Unterstützung durch die BWG als SR-Mehrheit sichert.

 

Alles was die SPD-Ideenschmiede uneingeschränkt positiv für Burglengenfeld erreicht hat, ist ein Fußgängerüberweg am Marktplatz, wenn´s bis zur Kommunalwahl  zeitlich damit noch klappt. Bravo! Angesichts dieser Erfolgsstory bleibt der Nachruf der hiesigen SPD-MdB Marianne Schieder als verspäteter Faschingssscherz im Gehörgang hängen:„Wir haben viel erreicht für die Menschen. Wir müssen es halt darstellen.“ Da fühlt man sich doch glatt an den Nockhergbergauftritt Ihrer SPD-Chefin erinnert. Ob da ein Zebrastreifen reicht, fragen sich

 

 

Hans Glatzl und die BFB-Fraktion

Teurer Tod in Teublitz

 

Das letzte Hemd hat bekanntlich keine Taschen. In Teublitz braucht es das jetzt auch nicht mehr, denn die werden den Verstorbenen bzw. ihren Angehörigen zuvor schon von den Stadtwerken Burglengenfeld ausgeleert. Wem es noch nicht aufgefallen ist, dem wird diese traurige Botschaft  spätestens beim nächsten Todesfall in der Familie die Tränen in die Augen treiben. Sterben in den Armen des gemeinsamen Kommunalunternehmens kostet eben ein bisschen mehr als anderswo.

Zum Trost: die Burglengenfelder haben hier bereits einen Vorsprung von mindestens fünf Jahren. Wer will kann das im Denkzettel 87 aus dem Sommer 2010 nachlesen.  So kostete dort damals die „Benutzung des Leichenhauses über 6 Jahre“ bereits stolze 515,00 Euro - bezogen nicht auf die Verweildauer, sondern das Alter des Verstorbenen. Für diesen Preis kann sich ein Lebender eine Übernachtung in der Fürstensuite im Adlon Berlin leisten - allerdings inklusive Frühstück. Aber schauen wir ins Hier und Jetzt. So kostet in Teublitz ein Einzelgrab künftig 729 Euro und ein Doppelgrab 1458 Euro.  Das bedeutet eine Gebührenerhöhung um 59 Prozent. So teuer kommt kommunale Zusammenarbeit. Wer aber glaubt, dass die Burglengenfelder von der Geschäftserweiterung profitieren, sieht sich getäuscht. Dort blättern Angehörige fürs Doppelgrab seit der letzten Erhöhung im Februar 2016 Euro hin. Was ebenfalls einer Erhöhung um 60 Prozent entspricht. Überhaupt nicht nachvollziehbar ist die Gebührenstruktur bei der Urnenbestattung. Ein Stellplatz in der Nische wird mit 1416 Euro in Burglengenfeld und 1074 in Teublitz berechnet. Mit einer reellen Aufwand/Kosten-Berechnung hat das nichts mehr zu tun. Vielmehr wird Bürgern, die sich eine aufwändige Erdbestattung mit anschliessender Grabpflege nicht leisten können oder wollen, das Geld schlicht anderweitig aus der Tasche gezogen. Da ist es nicht verwunderlich wenn sich die Friedhöfe zunehmend leeren und Verstorbene somit schnellstens aus dem Gedächtnis verschwinden. Anonyme Aschenhaine liegen im Trend. Aber da wird sich sicher auch noch eine Gebührenschraube zum Drehen finden. Die neue Geschäfsstelle hat eben ihren Preis. Soviel zum Thema Synergieeffekte.  Der Hinweis auf eine ominöse Todesfall-Checkliste zur Begründung dieser schamlosen Abzocke ist nur als Verhöhnung zu bezeichnen. Wieder einmal ist damit der Beweis angetreten, dass alles nur teurer wird wenn sich der Staat zum Unternehmer aufschwingt. Geschäftsführerposten kosten halt.All das wird mit dem Argument der notwendigen Kostendeckung begründet.  Müssen die Trauernden in Burglengenfeld und Teublitz vielleicht die teure SWB-Verwaltung mitbezahlen, die in anderen Kommunen von der Stadtverwaltung geleistet wird? Schließlich ist ein Geschäftsführer teurer als ein Beamter. Gerade für Burglengenfeld zieht das Kostendeckungsargument schon gar nicht - oder hat man schon mal im Zusammenhang mit dem Bulmare den Ruf nach Kostendeckung von Herrn Gluth vernommen? Dort sind die Defizite bekanntlich um ein Vielfaches höher als im Burglengenfelder Friedhof und der Betrieb eines Friedhofs gehört zu den kommunalen Pflichtaufgaben

erinnert

 

Hans Glatzl und die BFB-Fraktion



Volksverhetzer?

 

Es ist noch kein Jahr her, da erteilte er selbst das Wort oder er schnitt es eben ab, wenn ihm der Beitrag nicht in sein Weltbild passte. So war es halt unter Heinz Karg. 24 Jahre bestimmte dieser Mann in Burglengenfeld was die Bürger zu hören und sehen hatten. Egal, ob im städtischen Mitleidungsblatt oder in der Mittelbayerischen Zeitung. Der damalige Bürgermeister hatte immer recht und selbstredend die informationelle Lufthoheit in seinem Königreich. Seit 01. Mai 2014 ist das anders. Sein Amtsnachfolger bemüht sich redlich und mit großer Geduld alle Gruppierungen im Stadtrat und darüber hinaus zu Wort kommen zu lassen. Dass es hier durchaus zu unterschiedlichen Einschätzungen kommt, mag für den „Alt“-Bürgermeister eine ungewohnte Situation sein. Aber das nennt man landläufig Demokratie. Wer dem Altmeister widerspricht  ist deshalb noch lange kein Volksverhetzer.

Doch bei der Stadtratsitzung  am 26.03. belegt Karg  politisch Andersgläubige im Zusammenhang mit der Diskussion um die Zahlen zum Bulmare mit dem Vorwurf der Volksverhetzung.  Die Gleichsetzung  einer Auseinandersetzung um den Schuldenstand eines Wohlfühlbades mit der Leugnung von Völkermord ist nicht nur eine schwere Beleidigung. In der Monstrosität des Vergleiches  bedeutet dieser Ausrutscher gleichzeitig eine Verhöhnung der Opfer der Nazizeit. Volksverhetzung dieses Wort sollte auch siebzig Jahre später nicht zum banalen Vokabular eines abgehalfterten Kommunalpolitikers verkommen. Beim „Alt“-Bürgermeister und Ehrenbürger ist diese Einsicht offenbar noch nicht angekommen.  Laut §130 StGB bezieht die Vorschrift Personen in die Strafandrohung ein, die „eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 Völkerstrafgesetzbuch bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich oder in einer Versammlung billigen, leugnen oder verharmlosen“. Gemeint sind Verbrechen gegen die Menschlichkeit, vor allem Völkermord.  Über die Bulmareschulden in diesem Zusammenhang so  zu sprechen ist schlicht skandalös.

Andereseits läßt die Äußerung tief in die Psyche ihres Verwenders blicken, der sein Lebenswerk von böswilligen Neidern verunglimpft sieht. Selbst hochempfindlich, hat er seinerseits über Jahrzehnte Missliebige mit Zustimmung  einer immer folgsamen Mehrheit im Stadtrat an den öffentlichen Pranger gestellt und sogar verklagt. Selbst fünfstellige Prozesskosten spielten dabei keine Rolle. Die mußte ja der Steuerzahler tragen.  Diese Sprache der ständigen Beleidigung und Verunglimpfung  von Stadtratskollegen wird von der Karg-BWG auch in der Opposition weitergepflegt. Die Wortspenden sind auch keine spontanen Entgleisungen, sondern schriftlich ausformuliert niedergelegte Angriffe, die Sprecher Albin Schreiner  - so wie aufgeschrieben - wörtlich in den Sitzungen verliest. Getoppt nur noch von den Wutausbrüchen und Pöbeleien Kargs. Dieser Umgangsstil sollte im Interesse eines offenen Gesprächsklimas  auch im Stadtrat endlich der Vergangenheit angehören. Und wer nicht weiß, wie man sich dort verhält, dem muß Anstand eben nahegebracht werden. Thomas Gesche als Bürgermeister und Sitzungsleiter  ist deshalb gehalten, über derartige Entgleisungen nicht länger hinwegzusehen.

 

Das fordert dringend  

Hans Glatzl und die BFB-Fraktion

 

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DZ 156 Zuviele Idioten
setzt sich auseinander mit der Politabstinenz der Burglengenfelder Intelligenz
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Offen und ehrlich - Diskutieren Sie mit ...

...über alles was so auf- und anfällt in der Burglengenfelder Kommunalpolitik.